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Modellvorhaben „Schwarzwildbewirtschaftung in der Agrarlandschaft“Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) beabsichtigt im Rahmen eines 4-jährigen Modellvorhabens praktische Lösungen zur Vermeidung bzw. Eindämmung übermäßigen Wildschadens in Energiepflanzenanbaugebieten zu erarbeiten. Beginnend mit der Aussaat 2008 sollen ackerbauliche und jagdliche Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden, um Methoden zu entwickeln, die innerhalb der Vegetationszeit von Energiepflanzen einen wirksamen Einfluss auf die Schwarzwildpopulation ermöglichen. Dieses Projekt (Titel: „Schwarzwildbewirtschaftung in der Agrarlandschaft – Probleme und Maßnahmen“) wird in einer Kooperation zwischen dem Deutschen Bauernverband e.V. (DBV) und dem Deutschen Jagdschutz-Verband e.V. (DJV) als gemeinsame Projektträger durchgeführt. Daneben wird ein Beratungsgremium eingesetzt, das Entscheidungen über die Gesamtausrichtung des Projektes trifft und die Projektarbeit begleitet. In diesem ist die BAGJE Mitglied. Die Durchführung des Modellvorhabens soll bundesweit in sechs ausgewählten Betrieben mit unterschiedlichen Strukturen und unterschiedlichen Schlaggrößen erfolgen. Erfreulicherweise haben sich bundesweit Betriebe für die Beteiligung an dem Projekt bereit erklärt. Zurzeit findet die Auswahl der teilnehmenden Betriebe statt. Diese sollen Vergrämungsmaßnahmen gegen das Schwarzwild wie die Beizung von Mais, die Anlage von Feldstreifen und Vergrämung durch Licht und Schall vornehmen. Bei der Bejagung und der Wildzählung sollen die örtlichen Jäger und Hegegemeinschaften eingebunden werden. Das Projekt wird anbautechnisch durch die Landwirtschaftskammern sowie die Fachhochschule Soest und wildbiologisch durch die Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft (BFH) in Eberswalde wissenschaftlich begleitet. Dabei stehen die betriebswirtschaftliche Auswertung der verschiedenen Anbausysteme und die dadurch entstandenen jagdlichen Möglichkeiten im Vordergrund. Die entstehenden Kosten für den Mehraufwand der Beteiligten werden aus BMELV – Projektmitteln erstattet. Dieses Projekt entspricht dem Selbstverständnis der BAGJE, wonach Lösungen in der Wildschadensproblematik am sinnvollsten durch Kooperation aller Beteiligten vor Ort statt durch staatliche Einflussnahme gefunden werden können. Die ersten Zwischenergebnisse wurden im Rahmen einer Informationsveranstaltung auf der AGRITECHNICA am 12. November 2009 vorgestellt. Anbei finden Sie die Vorträge der Referenten. Vorträge der Referenten: Grußwort Friedhelm Decker Präsident des Rheinischen Landwirtschaft-Verbandes und Dr. Jürgen Goretzki Andreas Leppmann Prof. Dr. Friedrich Kerkhof
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